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ROMANTISCH, EWIG, JUNGSchwelgerisches Orchesterkonzert mit großem GeigentonMontag, 28. Mai, 20 Uhr, Tonhalle, Ehrenhof 1, 40479 Düsseldorf Vadim Gluzman Violine ____________________ Robert Schumann Ouvertüre zu „Genoveva“ op. 81 Johannes Brahms Klavierquartett Nr. 1 g-Moll op. 25 (Orchesterfassung von Arnold Schönberg) Das Konzert wird von WDR3 live übertragen. € 19,- / 27,- / 39,- / 49,-
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Die Interpreten stehen für Gefühlstiefe und Inspiration, die Komponisten Schumann, Brahms und Korngold für die ganze zeitlos romantische Palette – wie jung ist das denn?!
Bereits mit acht Jahren musste der in Estland geborene Kristjan Järvi seine Heimat verlassen. 1980 emigrierte er mit seiner Familie in die USA, wo sein Vater, der berühmte Dirigent Neeme Järvi, fortan eine zweite Karriere startete. Seine Wurzeln hat Kristjan Järvi seitdem jedoch nie vergessen. Und so war es für ihn ein Glücksfall, als er 2008 die Leitung der Baltic Youth Philharmonic übertragen bekam, um mit jungen Musikern aus zehn Ländern das kulturelle Erbe der Ostsee-Staaten zu pflegen. Für das Gastspiel beim Schumannfest bringt man nun nicht nur die Genoveva-Ouvertüre mit, die der Namenspatron des Festivals 1847 für seine gleichnamige Oper komponiert hatte. Auf dem Programm stehen außerdem Werke von zwei österreichischen Komponisten, die gleichermaßen in die USA flüchten mussten und dennoch an ihrer musikalischen Herkunft festhielten.
Vertrieben von den Nationalsozialisten, schlugen Erich Wolfgang Korngold und Arnold Schönberg aber unterschiedliche Wege ein. Der schon in seiner Kindheit von Richard Strauss und Bruno Walter geförderte Korngold (1897–1957) stieg in Hollywood zum Oscar-gekrönten Filmkomponisten auf. Auch Schönberg (1874–1951) komponierte in seinem amerikanischen Lebensabschnitt gewichtige Werke. Dennoch hatte er gerade mal als Professor an der Universität in Los Angeles ein regelmäßiges Einkommen. Wie beide Komponisten aber stets das musikalische Erbe des alten Europas pflegten, spiegeln ihre Kompositionen wider.
Das 1947 immerhin von Jascha Heifetz uraufgeführte Violinkonzert op. 35 von Korngold steht mit seinem Melos in der romantischen Tradition. Hier und da blitzen zugleich auch Themen aus Korngolds Soundtracks etwa zu The Prince and the Pauper (mit Errol Flynn) auf. Zehn Jahre zuvor hatte dagegen Schönberg seine lebenslange Bewunderung für Johannes Brahms in Form gebracht. 1937 bearbeitete er das 1. Klavierquartett von Brahms für Orchester und schrieb danach: „Ich liebe das Stück … Ich habe als Violaspieler und Cellist dieses und viele andere Werke oft gespielt. Ich wusste daher, wie es klingen soll. Ich hatte nur den Klang auf das Orchester zu übertragen und nichts sonst habe ich getan.“

