„Viele Fenster zu Schumann“ titelte die Rheinische Post nach dem Auftakt des Schumannfestes. Mit ihren exklusiv für das Schumannfest entwickelten „Creationen“ begeisterten die Künstler nicht nur das Publikum, sondern tauchten Robert Schumann auf ganz eigene Art immer wieder in ein neues Licht: „Bei dem von Stadt, Schumann-Gesellschaft und Sponsoren finanzierten Festival sind nicht alltägliche Entdeckungen zu machen.“ (NRZ, 31.5.)
„Explosiv“ wurde das Schumannfest eröffnet: „Was Grubinger und die Camerata unter Leitung von Ariel Zuckermann hier an Klang, Rhythmus, Witz und Feuer produzieren, reißt die Zuhörer von den Stühlen“ (WZ, 26.5.). Grubinger “verschmilzt gleichsam mit seinen Instrumenten, die er im rasenden Wechsel bespielt, sein Körper ist die Fortsetzung des Instruments, [...]. Es ist Energie pur, die Grubinger in den Saal schickt.” (RP 26.5.)
Pianist Tzimon Barto – das “Wunder aus Eigensinn” - „polarisierte schon in den Pausengesprächen”. Barto hatte die Konzentration des Publikums voll im Griff und hinterließ ein romantisiertes und erschöpftes Publikum (RP 29.5.).
Die Pianistinnen Labèque gestalteten gleich drei Konzerte und sind „ästhetisch, musikalisch und grafisch auf Höchstniveau“ (NRZ, 31.5.). Die RP bewertete die grafische Darbietung von Tal Rosner ebenfalls positiv, „weil sie musikalisch begründet wirkte. Sie war eigenständig, aber sie kommunizierte” (RP 31.5.) Das Konzert von Katia Labèques Band B for Bang zeigte, dass „Schumann und der Zeitgeist“ funktionierte: „Ein Farbtupfer im Schumannfest“ (RP 2.6.).
Und nicht nur der von Hauschka kuratierte Abend mit den modernen Romantikern Olöf Arnalds, Owen Pallett und Hauschka selbst hätte „unendlich wie eine weiße Nacht […] weitergehen können“ (RP, 29.5.), auch beim Kammermusikabend mit dem Klarinettisten Jörg Widmann und seiner Schwester Carolin fragt sich die Rheinische Post, „warum nicht häufiger so virtuos rauschende und erzählende Geigen im Konzert zu hören sind“ (RP, 1.6.).
Die Kooperation von Schumannfest und Jazz Rally mit der Begegnung des Baltic Youth Philharmonic unter Kristjan Järvi mit dem Bundesjazzorchester unter Jiggs Whigham zu einem Riesen-Klangkörper schließlich „grenzt an ein Pfingstwunder“ (RP, 29.5.).
Wir sind gespannt, was das virtuose Duett Igudesman & Joo heute Abend auf die Tonhallen-Bühne zaubert. Um 20.00 Uhr geht es los mit anschließendem Japan-Feuerwerk auf der Tonhallen-Terrasse!