Martin Grubinger – tollkühner Trommler

Percussionisten sind die Hochleistungssportler unter den Musikern: Zur Eröffnung des Schumannfestes am 24. Mai wird Martin Grubinger den Beweis antreten – mit John Coriglianos „The Conjurer“ für Percussion und Kammerorchester und Leonard Bernsteins West Side Story Suite, arrangiert für Schlagzeug.

Für seine Auftritte macht sich Martin Grubinger mit extensivem Ausdauertraining fit, pro Konzert schwitzt er dann an die drei Kilo Körpergewicht weg, der Puls ist auf 150. Bei einem Marathonkonzert in Wien hat jemand mitgezählt: Über 600.000 Noten spielte er da an einem Abend. Doch nicht nur deshalb elektrisiert der 28-Jährige die Musikwelt. Wenn Grubinger seine Schlagstöcke über alle Arten von Trommeln, Snare-Drums, Bongos, Marimbaphone oder Xylophone wirbeln lässt, dann geht es nicht bloß um Rhythmus. Der junge Multi-Percussionist lässt das Schlagzeug singen, verwandelt Beats in Melodien und macht aus seinen Auftritten Elementarereignisse aus Farben und Klängen. Seine Auftritte begeistern Clubgänger ebenso wie Klassikfans.

Er füllt weltweit die größten Säle, gehört zu den Höhepunkten internationaler Festivals, Komponisten schreiben Werke für ihn. Sein Marktwert steigt rasant – ihn aber scheint das nicht weiter zu beindrucken. Er hat einfach nur Spaß an seinem Erfolg. Und an seinem Beruf.

In diesem Video kann man den tollkühnen Trommler ein wenig näher kennenlernen.

Und wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist und mehr erfahren möchte über den Gipfelstürmer, den es ganz bodenständig in seiner Heimat im österreichischen Thalgau hält, dem empfehlen wir dieses aktuelle Interview aus dem FOCUS. Ansonsten lohnt sich Stöbern im Internet: Martin Grubinger ist als Kind seiner Generation multimedial im Netz präsent.

Gar kein Altweiberrätsel

Nun steht ja bekanntermaßen der Karneval vor der Tür. Jedenfalls hier im Rheinland. Trotzdem hier das völlig ernstgemeinte 8. Rätsel. Auch diesmal verlosen wir wie jede Woche

1. Zwei Karten fürs Schumannfest. Selbstverständlich darf sich der glückliche Gewinner das Konzert aussuchen. Wir reservieren dann entsprechend exzellente Plätze.
2. Ein romantisches Wochenende für zwei Personen in Paris inkl. Reise und Hotel

Vorher aber die Auflösung von Rätsel Nummer 7. Was machte Schumann zum Revoluzzer? Sein Ohrring – jedenfalls äußerlich!  Gewonnen hat Kathrin Barantanda; sie aber auch alle anderen Einsender, die diesmal kein Glück hatten, können weiterhin die Paris-Reise gewinnen! Und nun zu unserer neuen Frage – die sich möglicherweise mit einem Blick in unseren Blog leichter beantworten lässt.

Wie heißt der Vater von Kristjan Järvi, dem musikalischen Leiter der Baltic Youth Philharmonic, aus der gleichnamigen Musikerdynastie?

1. Neeme
2. Paavo
3. Arvo

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Baltic Youth – von Anfang an

Von Anfang an – Baltic Youth Philharmonic: Ein junges und fantastisch frisches Orchester zu Gast beim Schumannfest 2012. Am 27. und 28. Mai beim Schumannfest in der Tonhalle.

2008 wurde die Baltic Youth Philharmonic gegründet. Sie vereint rund 100 talentierte junge Musiker zwischen 18 und 29 Jahren, vorrangig aus den baltischen und skandinavischen Ländern. Mit ihren energiegeladenen, auch spieltechnisch makellosen Interpretationen ernten die Musiker seitdem regelmäßig tosenden Beifall und Standing Ovations – ob bei den Meraner Musikwochen, beim Bremer Musikfest oder beim Berliner Festival Young Euro Classic. Das Repertoire der Baltic Youth Philharmonic ist breit gefächert, es reicht von Klassik über die Romantik bis zur Moderne. Ein besonderes Anliegen des von Kristjan Järvi gegründeten Orchesters ist es, zeitgenössische Werke von Komponisten der Ostsee-Anrainerstaaten zu fördern.

In kurzen Videos geben wir Einblicke in die Entstehung und stellen ein paar der Musiker vor.

The Very Beginning from Baltic Youth Philharmonic on Vimeo.

Und müssen hier natürlich, nicht zu vergessen, Kristjan Järvi präsentieren: Die New York Times hat ihn einmal als „Wiedergeburt Leonard Bernsteins“ gefeiert. Und tatsächlich besitzt Kristjan Järvi genau diese geballte Live-Energie, die den amerikanischen Jahrhundertdirigenten auszeichnete. Der aus einer berühmten Musikerfamilie stammende Järvi (sein Vater Neeme und sein Bruder Paavo sind ebenfalls bedeutende Dirigenten) hat sich darüber hinaus einen großen Namen als facettenreicher Musiker gemacht. Der gebürtige Este dirigiert Spitzenorchester wie das London Symphony Orchestra. Mit seinem Absolute Ensemble schlägt Järvi den Bogen schon mal von Bach bis Frank Zappa. Und als unermüdlicher Streiter für die Neue Musik hat er mittlerweile über 100 Kompositionen in Auftrag gegeben. Der vielfach ausgezeichnete Dirigent ist Gründer und Chefdirigent der Baltic Youth Philharmonic.

Rätsel 7 – eine magische Zahl

Die 7 ist ja bekanntermaßen eine magische Zahl. Also dürfte allen Teilnehmern beim 7. Rätsel das Glück besonders hold sein. Auch diesmal verlosen wir wie jede Woche

1. Zwei Karten fürs Schumannfest. Selbstverständlich darf sich der glückliche Gewinner das Konzert aussuchen. Wir reservieren dann entsprechend exzellente Plätze.
2. Ein romantisches Wochenende für zwei Personen in Paris inkl. Reise und Hotel

Wer ist ein Fan der Schwestern Labèque? Glamouröser könnte die Antwort kaum ausfallen: Madonna. Und es stimmt sogar! Gewonnen hat Volker Poduschnick; er, aber auch alle anderen Einsender, die diesmal kein Glück hatten, können weiterhin die Paris-Reise gewinnen! Und nun zu unserer neuen Frage – die sich möglicherweise mit einem Blick in unseren “Schumann”-Blog leichter beantworten lässt.

Welches Attribut ließ Robert Schumann – jedenfalls äußerlich – in jungen Jahren als (bürgerlichen) Revoluzzer erscheinen?

1. Champagner
2. Sansculottes
3. Ohrring

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Bürgerlicher Revoluzzer?

Für unser Programm-Magazin, das Mitte März erscheint, haben wir u.a. Stephan Grünewald, den Geschäftsführer von rheingold, Institut für qualitative Markt- und Medienanalysen, interviewt. Wir wollten von ihm wissen, ob Romantik derzeit im Trend ist, was unsere heutige Vorstellung von Romantik mit dem epochalen Begriff zu tun hat und ob man ein Musikfestival „romantisieren“ kann. Das vollständige Gespräch werden wir demnächst hier veröffentlichen. Ein kleines Aperçu am Rande aber hat uns derartig fasziniert – und zunächst ungläubig gestimmt –, dass wir ihm unbedingt sofort auf die Spur kommen wollten: Schumann, so Grünewald, sei ja eine Figur, die man durchaus wieder als jugendliches Vorbild installieren könne – unter anderem deshalb, weil er einen Ohrring getragen habe. Schumann? Ohrring? Doch tatsächlich – ein Schumann-Porträt von Johann Friedrich Klima, das im übrigen im Schumannhaus Bonn zu bewundern ist, liefert den Beweis: Am linken Ohr glitzert es gülden. Was es wohl damit auf sich hatte?

Gemälde von Johann Friedrich Klima

Klar, auf dem Bild war Schumann jugendliche 29 Jahre alt, also sozusagen eine späte Jugendsünde?! Im frühen 19. Jahrhundert freilich hatte der Männer-Ohrring wenig mit der Jugendkultur zu tun, zumal es dieses Phänomen in dem Sinne noch gar nicht gab. Vielmehr scheint mit der französischen Revolution neben der Röhrenhose der Matrosen auch deren Ohrring als demonstratives Zeichen revolutionärer Gesinnung salonfähig geworden zu sein. Auf das französische Vorbild ist es zurückzuführen, dass auch in Deutschland etwa zwischen 1810 und 1850 in allen Ständen Ohrringe getragen wurden. Robert Schumann – ein bürgerlicher Revoluzzer? Nun, ein musikalischer Revolutionär auf jeden Fall!

 

Und noch ein Rätsel – um die Labèque-Schwestern

Bühne frei für unser 6. Preisrätsel. Auch diesmal verlosen wir wie jede Woche

1. Zwei Karten fürs Schumannfest. Selbstverständlich darf sich der glückliche Gewinner das Konzert aussuchen. Wir reservieren dann entsprechend exzellente Plätze.
2. Ein romantisches Wochenende für zwei Personen in Paris inkl. Reise und Hotel

Die Frage der Vorwoche, mit wem das Schumannfest bei CLASSICJAZZ kooperiert, war offenbar gar nicht so einfach: Jedenfalls wurde uns des öfteren die Robert Schumann Hochschule als Lösung angeboten. Richtig aber ist, natürlich: Die Jazz Rally. Gewonnen hat Carmen Zimmermann; sie, aber auch alle anderen Einsender, die diesmal kein Glück hatten, können immer noch die Paris-Reise gewinnen! Und nun zu unserer neuen Frage – die sich möglicherweise mit einem Blick in unseren “Hören&Fühlen”-Blog leichter beantworten lässt.

Wer ist ein ausgewiesener Fan der Klavier-Schwestern Katia & Marielle Labèque?

1. Hauschka
2. Madonna
3. Donna Leon

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Die Labèques – Madonna ist ihr Fan

Äußerlich sind sie durchaus verschieden. Wenn sich aber Katia mit ihrer zwei Jahre jüngeren Schwester Marielle entweder an zwei Klaviere oder vierhändig an eine Tastatur setzt, verstehen sie sich blind. Sie sorgen für energiegeladene Sternstunden des Klavierspiels. Seit 1968 sind die Französinnen Katia und Marielle Labèque ein Dreamteam, das mit den weltbesten Orchestern zusammengespielt hat. So trat man etwa 2005 vor 33.000 Zuhörern mit den Berliner Philharmonikern unter Simon Rattle in der Berliner Waldbühne auf. 2005 gründeten sie ein eigenes Label sowie eine Stiftung, die die interdisziplinäre Arbeit zwischen Musikern, Tänzern und Filmemachern fördert. Katia Labèque hat darüber hinaus mit dem Jazz-Gitarristen John McLaughlin gejammt und ist Gründerin des Beatles-Projekts „B for Bang“.

Kleine Randnotiz: Ein Fan der Labèques ist Madonna. In ihrem wunderbaren Video nennt sie sie „my favourite pianists in the world“!

Bei uns sind die Schwestern „in residence“ mit drei extra mit und für uns entworfenen romantischen Programmen: 28., 29. und 31. Mai in der Tonhalle.

Mehr über Katia und Marielle Labèque auf ihrer Homepage!

Rätsel geht in Runde 5 – und Paris rückt näher!

Unser Preisrätsel geht in die fünfte Runde. Auch diesmal verlosen wir wie jede Woche

1. Zwei Karten fürs Schumannfest. Selbstverständlich darf sich der glückliche Gewinner das Konzert aussuchen. Wir reservieren dann entsprechend exzellente Plätze.
2. Ein romantisches Wochenende für zwei Personen in Paris inkl. Reise und Hotel

Erst einmal die Lösung des Rätsels der Vorwoche: Die Band von Shara Worden trägt den hochromantischen Namen “My brightest diamond”. Gewonnen hat Imke Jürgens; sie, aber auch alle anderen Einsender, die diesmal kein Glück hatten, können immer noch die Paris-Reise gewinnen! Und nun zu unserer neuen Frage:

Mit wem kooperiert das Schumannfest bei CLASSICJAZZ?

1. Robert Schumann Hochschule
2. Salon des Amateurs
3. Jazz Rally Düsseldorf

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Weißer Winter – dank Hauschkas “Morgenrot”

Der Winter hat uns in diesem Jahr in Sachen Romantik ganz schön im Stich gelassen – jedenfalls bisher. Noch nicht einmal eine Schneeflocke hat er geschickt, geschweige denn mit weißen Laken eine ganze Landschaft zugedeckt. Als kleiner Augen- (und Ohren-)trost möge Hauschkas berührendes “Morgenrot”-Video dienen. Der Düsseldorfer Pianist und Komponist, international gefragt als Schöpfer und Interpret fragiler Pianomusik zwischen Club und Experiment, wird mit anderen Künstlern bei dem von ihm kuratierten Konzert “The New Romantics” am 26. Mai in der Tonhalle zu erleben sein.

Tauchen Sie auf YouTube ein in Hauschkas Winterwelt. Und entdecken Sie den Künstler auf seiner wunderschön gestalteten Homepage.

Von Schumann zu Shara – ist sie nicht romantisch?

Denkt man an Robert Schumann, landet man vielleicht nicht unbedingt sofort bei Shara Worden – und doch strahlt die junge Sängerin und Songwriterin einen Zauber aus, der sie zum romantischen Gesamtkunstwerk macht. Verträumt, elegisch, dann aber auch wieder kraftvoll und ironisch bündelt sie in ihrer Musik eine Vielschichtigkeit, die die Schattierungen einer ebenso empfindsamen wie exzentrischen Seele ahnen lassen.

Deshalb haben wir sie eingeladen, im Rahmen des Projekts “The New Romantics” am 26. Mai um 20 Uhr in der Tonhalle mit ihrer Band “My brightest diamond” zusammen mit Hauschka, Owen Pallett und anderen auf Schumanns Spuren zu wandeln.

My Brightest Diamond – ALL THINGS WILL UNWIND: High Low Middle from Asthmatic Kitty on Vimeo.

Machen Sie sich selbst ein Bild. Oder einen Ton. Und bei Glanz@Elend, dem (Online)Magazin für Literatur und Zeitkritik, können Sie noch ein bisschen mehr über Shara Worden erfahren.