Robert Schumann und Düsseldorf – wenn es eine Klammer gibt, die diese beiden Pole bis heute unauflöslich miteinander verbindet, dann ist es seine 3. Sinfonie in Es-Dur, 1850 in nur vier Wochen zu Papier gebracht und als „Rheinische“ in die Musikgeschichte eingegangen. Sie wissen schon: Ta ti ta ta ta ti tatati, inoffizielle Hymne des Rheinlands und dank der WDR-Sendung „Hier und Heute“ ein Ohrwurm für mindestens zwei Generationen von Menschen – ob sie Schumann kennen oder nicht.
Auf YouTube finden Sie die Entstehungsgeschichte des Werks als naiv-romantischen Dialog zwischen Clara und Robert beim Rheinspaziergang, „aufgezeichnet“ ungefähr zwei Monate nach der Ankunft der ganzen Familie auf dem Bahnhof der Köln-Mindener Eisenbahn am heutigen Graf-Adolf-Platz in Düsseldorf. Geprägt von Glück und Hoffnungen angesichts des (väterlichen) Postens als Städtischer Musikdirektor in der neuen Heimat.
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Die Einspielung ist eine Reminiszenz an die Interpretation der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter Paavo Järvi beim Schumannfest Düsseldorf 2010.
Aber Robert Schumann ist natürlich viel mehr als seine glückselig zukunftsfrohe „Rheinische“ – und mitunter und öfters auch ganz anders: Fanatischer Musiker, zweifelnder Poet, streitbarer Liebhaber, romantischer Schwärmer, armer Irrer, nuschelnder Außenseiter, vorurteilsfreier Querdenker, fantasiebegabter Freigeist, radikaler Vordenker, genialer Kreateur.
Mehr zu Robert Schumann auf:
www.schumann-portal.de
www.schumann-gesellschaft.de
Mit all den Facetten, die Schumann so lebendig, so heutig machen, ist er für die Musikwelt Pate, Ideengeber, Förderer, Ermunterer. Es gibt keinen anderen Komponisten des 18. und 19. Jahrhunderts, mit dem sich die Gegenwartsmusik so intensiv auseinandersetzt wie mit Robert Schumann. Mit ihm sind wir auch im 21. Jahrhundert noch lange nicht fertig.
Darum erlaubt sich die Schumannstadt Düsseldorf, den Komponisten nicht nur als museales Schaustück vorzuführen. Wir haben Fragen an Schumann, wir wollen seinen Spuren folgen, seinen Emotionen nachspüren, seine musikalischen Nachfahren finden. Das können so verschiedene herausragende Künstler sein wie das Emerson String Quartet, Tzimon Barto, die Camerata Salzburg, Hauschka, Owen Pallett, Kristian Järvi, das Bundesjazzorchester, Katia & Marielle Labèque, Michael Barenboim, Igudesman & Joo, die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker …
Sie alle haben sich für das Schumannfest 2012 darauf eingelassen, mit exklusiven Kreationen ein offenherziges Publikum mit dem Werk, dem Leben und der fantastischen Welt Robert Schumanns vertraut zu machen. Mit eigenwilligen Programmen, ungewöhnlichen Aufführungsideen oder aktuellen Klangadaptionen. Immer auf Schumanns Spuren – und immer auch ein wenig „neben der Spur“…
Sie alle wollen wir Ihnen an dieser Stelle nach und nach vorstellen.
